Der russische Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow hat die Lage der russischen Wirtschaft als deutlich schwieriger als in den vergangenen Jahren bezeichnet. Als Belastungsfaktoren nannte er den starken Rubel, hohe Zinsen, Arbeitskräftemangel und begrenzte Spielräume im Staatshaushalt.
Russlands Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow hat erklärt, dass die Reserven der russischen Wirtschaft „weitgehend erschöpft“ seien. Die wirtschaftliche Lage sei derzeit komplizierter als in den vergangenen Jahren. Als wichtigste Belastungsfaktoren nannte der Minister den starken Rubel, hohe Zinsen, den Mangel an Arbeitskräften und Beschränkungen auf der Haushaltsseite. Das sagte Reschetnikow am Freitag beim landesweiten Forum der Unterstützungsinfrastruktur für Unternehmer „Mein Business“ in Wsewoloschsk.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax verwies Reschetnikow zudem auf die laufenden steuerlichen Änderungen, an die sich Unternehmen anpassen müssten. Die Hauptaufgabe bestehe nun darin, der Wirtschaft zu helfen, sich möglichst gut auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Der Minister sagte, die Unternehmen spürten die Verschärfung der Lage besonders stark.
Als zentrales Problem beschrieb Reschetnikow den Arbeitsmarkt. In den vergangenen Jahren habe die Wirtschaft neue Arbeitsplätze, neue Produktionen und neue Investitionen noch unter Bedingungen eines vergleichsweise ruhigen Arbeitsmarkts aufbauen können. Zwar habe es auch damals bereits Fachkräftemangel gegeben, doch habe es in anderen Bereichen der Wirtschaft noch Reserven gegeben. Diese Reserven seien nun weitgehend aufgebraucht, sagte der Minister.
Hinzu komme eine schwierigere makroökonomische Lage. Der Rubel sei stärker als von der Regierung in früheren Prognosen angenommen, zugleich blieben die Zinsen hoch. Reschetnikow sagte zwar, es sei positiv, dass die Zinsen sinken. Mit Blick auf die Haushaltslage würden sie aber vermutlich langsamer zurückgehen, als es aus Sicht der Wirtschaft wünschenswert wäre. Auch das werde sich auf die Unternehmen auswirken.
Für die Unternehmen leitete der Minister daraus vor allem eine Aufgabe ab: Sie müssten ihre Kosten genauer steuern, mit den vorhandenen Ressourcen mehr erreichen und ihre Arbeitsproduktivität erhöhen. Dazu müssten nach seinen Worten vorhandene Methoden sowie die Möglichkeiten von IT und künstlicher Intelligenz stärker verbreitet werden, um Unternehmern bei Effizienzsteigerungen zu helfen.

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