In Schweden wächst der Widerstand gegen Nord Stream 2

In Schweden wächst der Widerstand gegen Nord Stream 2

Die meisten schwedischen Parlamentarier unterstützten den Bau der Nord-Stream-2-Gaspipeline nicht, berichtet Sveriges Radio. Der Radiosender hatte eine entsprechende Umfrage durchgeführt, an der Vertreter verschiedener politischer Fraktionen teilnahmen. Die meisten Befragten sprachen sich dafür aus, den Bau zu blockieren.

Laut den Befragten wird Nord Stream 2 die EU-Länder abhängiger von fossilen Brennstoffen machen und auch das Interesse an erneuerbaren Energien und die Schaffung einer angemessenen Infrastruktur verringern. Den Abgeordneten zufolge wird Nord Stream 2 das Problem der Energiesicherheit nicht lösen und die Umwelt schädigen.

Die Pressesprecherin der zuständigen EU-Kommissarin, Karin Enström, sprach sich für eine EU-Intervention aus. „Nord Stream 2 ist sowohl in energiepolitischer als auch in umweltpolitischer und sicherheitspolitischer Hinsicht ein schlechter Vorschlag.“

Sie fügte hinzu, dass viele Parteimitglieder alles tun werden, um das Projekt zu stoppen. Aus ihrer Sicht verstößt Russland gegen internationales Recht. In Schweden wollen sie die Initiative der Europäischen Kommission zur Änderung der Rechtsvorschriften unterstützen. Dies würde die Blockade von Nord Stream 2 ermöglichen.

Einige Abgeordnete warfen Russland vor, das Völkerrecht in Georgien, der Ukraine und der Krim zu verletzen. Sie wollen nicht, dass Russland vor der schwedischen Küste etwas baut. Gleichzeitig wollen die schwedischen Behörden die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erhöhen. Dies sollte den Anteil des Erdgasverbrauchs reduzieren.

Am 7. Juni stimmte die schwedische Regierung dem Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in ihren Gewässern zu.

Am Mittwoch begann Gazprom mit der Verlegung von Rohren in den Hoheitsgewässern Finnlands.

Das einzige Land in der Region, das dem Bau von Nord Stream 2 bisher nicht zustimmte, ist Dänemark. Bei der Nord Stream 2 AG hieß es dazu, man werde die Route ändern, ohne auf Kopenhagens Zustimmung zu warten.

[hub/russland.NEWS]

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