WM2018 Russland : Kroatien – Russische Banken retten größten kroatischen Konzern

WM2018 Russland : Kroatien – Russische Banken retten größten kroatischen Konzern

Am Samstag findet das Viertelfinale Russland gegen Kroatien statt. Kurz davor retteten russische Banken den vor dem Bankrott stehenden größten kroatischen Konzern.

Saudi-Arabien, Ägypten und jetzt Spanien. Die russische Nationalmannschaft siegt, und siegt, und siegt. Die unglaubliche Siegfolge des klaren Außenseiters hat eine Reihe von Verschwörungstheoretikern auf den Plan gerufen. Ist die ganze Sbornaja gedopt? Oder zumindest Akinfeev? Denn sogar in der Verlängerung konnten die Russen zulegen und wirkten munterer als die Spanier.

Ein Grund für einige westliche Journalisten bei dieser Leistung über „einen Beigeschmack“ zu schreiben. Oder haben die Russen die Spanier womöglich bezahlt, damit sie so schlecht spielten? Die Logik der selbsternannten Experten ist klar: Wenn schon die ganze WM gekauft wurde, warum denn nicht einmal ein paar Millionen den armen Spaniern stecken? Viele diskutieren im Internet ernsthaft über diese Möglichkeit.

In diesem Kontext kam eine Meldung für solche „Fachleute“ wie gerufen. Das größte private Unternehmen Kroatiens Agrokor stehe kurz vor dem Bankrott. Der Einzelhandelsriese- und Nahrungsmittel- und Getränkedistributer beschäftigt rund 60.000 Mitarbeiter. Der größte Gläubiger des Konzerns ist die russische Sberbank, bei der Agrokor mit 1,1 Mrd. Euro in der Kreide steht. Der anderen russischen Bank – der VTB – schuldet der Konzern ca. 300 Mio. Euro. Der gesamte Schuldenberg beträgt 4,6 Mrd. Euro.

Am 04.Juli haben sich Aktionäre und Gläubiger in Zagreb geeinigt. Laut der russischen Zeitung RBK wurde eine Einigung erzielt, wonach ein Teil des Unternehmens in die Hände der Gläubiger fällt. Für diese Lösung haben 80% der Gläubiger gestimmt. Dadurch bekommen die russischen Banken Sberbank
(39,2%) und die VTB (7,5%) zusammen fast die Hälfte (46,7%) des Aktienpaketes des kroatischen Lebensmittelkonzerns im Tausch für die Schuldenentlastung. Mit der Lösung sei man zufrieden, hieß es bei der Sberbank.

„Wir brauchen nur einen Sieg, einen für uns alle, um jeden Preis“, heißt es in einem bekannten russischen Lied. Ob es wilde Theorien über die Rolle der russischen Banken beim Sieg im Viertelfinale geben wird, sollten die Russen die Kroaten am Samstag tatsächlich schlagen? Denn die Sberbank ist überwiegend im staatlichen Besitzt. 60,9% der VTB gehören auch dem russischen Staat. Es bleibt abzuwarten, was passiert…

[russland.CAPITAL]

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