Alexander Schochin, der Vorsitzende des Russischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer (RSPP), erklärte, dass die Investitionen in das Anlagevermögen in Russland im Jahr 2026 stärker als die prognostizierten 0,5 Prozent zurückgehen könnten. Seinen Worten zufolge werde Russland „kein Wirtschaftswachstum mehr verzeichnen“, „wenn sich die Trends fortsetzen“.
„Die Investitionen in das Anlagevermögen werden stärker zurückgehen als diese 0,5 Prozent, der Rückgang wird bis zu 1,5 Prozent betragen. Ich denke, dass die Regierung und die Zentralbank diese Tendenzen derzeit erkennen und dies nicht zulassen werden“, sagte Schochin.
Nach Ansicht des RSPP muss das BIP um 2 Prozent wachsen, um den Investitionsprozess im Land anzukurbeln. Die offizielle Prognose des Wirtschaftsministeriums für dieses Jahr ging jedoch nur von einem Wachstum von 1,3 Prozent aus. Schochin hält es zudem für wichtig, ein „angemessenes Investitionstempo“ in das Anlagevermögen aufrechtzuerhalten.
„Derzeit gibt es sozusagen keine positive Dynamik. Obwohl das Gesamtvolumen recht groß ist – mehrere Dutzend Billionen Rubel … Da diese jedoch ins Minus rutschen, werden viele sensible Branchen – darunter digitale Lösungen und Robotisierung – zweifellos nicht nur auf Pause gesetzt, sondern durch eine Art Tiefkühlschock regelrecht eingefroren“, fügte der RSPP-Vorsitzende hinzu.
Die aktuelle Einschätzung der Zentralbank geht von einem BIP-Wachstum zwischen 0,5 und 1,5 Prozent im Jahr 2026 aus. Bei ihrer Sitzung in diesem Monat soll die Zentralbank ihre makroökonomische Prognose aktualisieren. Auch der Wirtschaftsminister Maxim Reshetnikov kündigte eine Senkung der BIP-Wachstumsprognose an. Laut seinen Angaben werden die genauen Zahlen im April vorliegen.

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