Die Bank von Russland verzeichnete zum Jahresende 2025 einen Nettoverlust in Höhe von 184,8 Milliarden Rubel (1,9 Milliarden Euro), nachdem sie im Vorjahr noch einen Gewinn von 2,1 Milliarden Euro Rubel erzielt hatte, wie aus einem Bericht der Aufsichtsbehörde hervorgeht.
Der Gewinn der Zentralbank für das Jahr 2024 lag nach mehreren Jahren mit Verlusten um das Eineinhalbfache über dem Niveau von 2023, als der Wert sich auf 1,5 Milliarden Euro belief, wie im Jahresbericht mitgeteilt wurde.
Das negative Finanzergebnis des laufenden Jahres ist auf den Rückgang des Refinanzierungsvolumens der Kreditinstitute zurückzuführen. Zudem sank der Anteil der Kredite, die im Rahmen des Hauptliquiditätsmechanismus zu einem höheren Zinssatz vergeben wurden, wie aus dem Dokument hervorgeht.
Der Rückgang der Transaktionen führte zu einem Rückgang der Zinserträge aus der Refinanzierung im Vergleich zu 2024, während die Aufwendungen für Absorptionsgeschäfte auf dem bisherigen Niveau blieben.
Nach den Ergebnissen des Jahres 2025 sanken die Gesamtausgaben der Zentralbank im Jahresverlauf um 4,6 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Nur die Ausgaben für die Gehälter der Beamten der Aufsichtsbehörde stiegen um 5,4 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Gesamtaktiva der Zentralbank sanken im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 719,4 Milliarden Euro.
Laut dem Bericht der Zentralbank zum Bankensektor wird der Nettogewinn des russischen Bankensektors im Jahr 2027 zwischen 38,5 und 43,7 Milliarden Euro betragen. Für das Jahr 2026 wird ein Gewinn der Banken in Höhe von 34,3 bis 39,5 Milliarden Euro erwartet.
Am 3. Februar teilte die Zentralbank mit, dass die russischen Banken im Jahr 2025 einen Nettogewinn von 36,4 Milliarden Euro erzielten. Dies entspricht einem Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufsichtsbehörde führte den Gewinnrückgang des Sektors auf den Anstieg der Risikokosten für Kredite zurück.

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