Aufgrund der Eskalation im Nahen Osten wollen chinesische Ölkonzerne den Ölimport aus Russland nach einer viermonatigen Pause wieder aufnehmen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere dem russischen Ölhandel nahestehende Quellen.
Laut den Informanten sind die staatlichen chinesischen Ölkonzerne bestrebt, die durch die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten verursachten Versorgungsengpässe zu vermeiden, und nutzen dafür die Aufhebung der US-Sanktionen. Weiter berichtet Reuters, dass die Handelsabteilungen der Unternehmen Sinopec und PetroChina zum ersten Mal seit November russische Lieferanten um den Kauf von Kraftstoff gebeten haben.
Wie Quellen der Agentur mitteilten, könnten die russische und die chinesische Seite in Kürze Verträge über Öllieferungen abschließen, da russisches Öl im Vergleich zu Lieferungen aus Brasilien und Westafrika nach wie vor am günstigsten ist. Die größten chinesischen Ölkonzerne prüfen derzeit die Möglichkeiten der Bezahlung und Lieferung von Öl unter Berücksichtigung der 30-tägigen OFAC-Genehmigung.
Am 12. März genehmigten die USA neue Transaktionen mit russischem Öl, das bereits auf Tanker verladen wurde. Grund hierfür war die Sperrung der Straße von Hormus, durch die es zu Lieferengpässen aus dem Nahen Osten gekommen war. Im Rahmen dieser Lizenz dürfen bis zum 11. April bis zu 19 Millionen Barrel Öl und über 300.000 Tonnen Erdölprodukte verkauft werden. Auch die Philippinen und Thailand haben bereits Interesse an russischem Öl bekundet.

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