OBI für einen Euro

OBI für einen Euro

Die deutsche Baumarkt-Handelskette OBI unterzeichnete am Donnerstag eine Vereinbarung mit einer Gruppe russischer Investoren über den Verkauf seiner Ladenkette in Russland. Dies berichtet die Zeitung Wedomosti unter Berufung auf Quellen. Einer Quelle von Wedomosti zufolge belief sich der Betrag des Geschäfts auf einen symbolischen Euro. Zuvor hatte der Föderale Antimonopoldienst den Antrag auf Übernahme des russischen Geschäfts der OBI GmbH genehmigt.

Es wurde bekannt, dass der Geschäftsmann Josef Liokumovich die Mehrheitsbeteiligung (60 Prozent der Firmenanteile) erhielt. Die Medien bezeichneten Liokumovich als Vertreter der österreichischen Supernova-Gruppe, die sich auf die Verwaltung von Einkaufs- und Freizeitzentren in Mittel- und Osteuropa spezialisiert hat.

Liokumovich ist mit der Familie Haub befreundet, der auch die deutsche OBI gehört.

OBI ist seit 2003 in Russland tätig und verfügte Anfang 2022 über 27 Filialen mit rund 4.900 Mitarbeitern. Im März kündigte das Unternehmen die Einstellung des Betriebs in Russland und den Verkauf des Geschäfts an einen lokalen Investor an. Die russischen Läden der Kette haben ihren Betrieb Ende April und Anfang Mai wieder aufgenommen. Die Experten schätzen, dass OBI während der Ausfallzeit Verluste in Milliardenhöhe für Miete, Mitarbeitergehälter entstanden sind, sowie Umsatzeinbußen aufgrund mangelnder Verkäufe.

[hrsg/russland.NEWS]

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