Russland ist weiterhin bereit, die Erdgaslieferungen an europäische Verbraucher wieder aufzunehmen oder zu erhöhen, sofern dafür nach der Deckung der Nachfrage aus alternativen Lieferquellen freie Mengen zur Verfügung stehen. Dies erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, in einem Interview.
Laut dem Sprecher des Kremls hängt die Versorgung der europäischen Verbraucher davon ab, ob freie Ressourcen zur Verfügung stehen. „Natürlich, warum nicht. Wenn noch Gas von alternativen Märkten übrigbleibt. Alternative Märkte sind sehr gierig, es gibt sehr viele Lieferanfragen“, bemerkte Peskow.
Der Pressesprecher des Präsidenten äußerte zudem die Ansicht, dass die europäischen Abnehmer auch ohne direkte Verträge zwischen Russland und den EU-Ländern einen Weg finden würden, russisches Gas über die Mechanismen des Spotmarktes zu beziehen: „Es gibt so viele Gasaufbereitungsanlagen auf dem europäischen Kontinent und im Nahen Osten, dass dieser Spotmarkt wie ein lebender Organismus funktioniert.“
Am 10. April berichtete die „Financial Times“ über einen Anstieg der russischen Gaslieferungen in die Länder der Europäischen Union in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 um 17 Prozent im Jahresvergleich. Den Berechnungen zufolge beliefen sich die Importe aus dem sibirischen Feld Jamal auf fünf Millionen Tonnen. Laut Schätzungen der Umweltorganisation Urgewald gaben die EU-Mitgliedstaaten für den Kauf dieses Gases rund 2,9 Milliarden Euro aus.
Am 7. April teilte der Kreml vor dem Hintergrund des wachsenden Defizits aufgrund der Eskalation im Nahen Osten und der Blockade der Straße von Hormus mit. Laut Peskow erhält Russland eine große Anzahl von Anfragen nach Brennstofflieferungen.

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