Die Bank von Russland hat eingeräumt, dass die Probleme mit Internetausfällen die Russen dazu veranlassen, auf Bargeld umzusteigen. Dies geht aus einem Bericht hervor, der auf der Website der Aufsichtsbehörde veröffentlicht wurde.
Im März stieg der Bargeldumlauf in Russland um 300 Milliarden Rubel. Dies liegt deutlich über den Werten der Vorjahre, wie die Zentralbank betonte. Im Februar betrug der Anstieg des Bargeldumlaufs 200 Milliarden Rubel.
„Diese Entwicklung könnte unter anderem mit den Fällen von Ausfällen des mobilen Internets zusammenhängen, die die Bevölkerung und die Wirtschaft dazu veranlassen, Bargeldreserven für die Begleichung laufender Zahlungen anzulegen“, heißt es in dem Dokument.
Bis zum Jahr 2030 wird sich der Anteil des Bargeldumlaufs laut Einschätzung der Zentralbank bei 10 Prozent stabilisieren (gegenüber 12,2 Prozent im Jahr 2025). Im Januar 2026 prognostizierte die Bank von Russland jedoch einen Anstieg des Bargeldumlaufs auf 22 bis 35 Prozent bis zum Jahr 2030: Betrug das Bargeldvolumen zu Beginn des Jahres 2026 noch 19,7 Billionen Rubel, so könnte es bis Ende 2030 auf 23,9 Billionen Rubel (plus 21 Prozent im Basisszenario) oder sogar auf 26,6 Billionen Rubel (plus 35 Prozent im dynamischen Szenario) ansteigen.
Anfang April erklärte Alla Bakina, Direktorin der Abteilung für das nationale Zahlungssystem der Bank von Russland, dass Bargeld und Bankkarten in den nächsten fünf Jahren nicht verschwinden werden, ihr Anteil am Zahlungsverkehr werde jedoch aufgrund der zunehmenden Verbreitung kartenloser Zahlungsmittel zurückgehen.

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