Die deutsche Metro AG hat sich von einer Spende ihrer russischen Tochtergesellschaft zur Unterstützung russischer Truppen distanziert. Die Zahlung von einer Milliarde Rubel an den Fonds „Volksfront. Alles für den Sieg!“ sei nicht von der Konzernzentrale genehmigt worden, erklärte das Unternehmen.
In ihrer Stellungnahme betont die Metro AG, seit dem 28. September keine operative Kontrolle mehr über das russische Geschäft zu haben. Dieses war auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin unter vorläufige Verwaltung gestellt worden. Eine Finanzierung oder Unterstützung russischer Militäraktionen gegen die Ukraine widerspreche der Haltung und den Geschäftsgrundsätzen des Konzerns.
Die „Volksfront“ hatte die Spende am Freitag bekanntgegeben. Nach Angaben des Fonds soll das Geld für Fahrzeuge sowie Ausrüstung zur Aufklärung, Ortung und Abwehr von Drohnen verwendet werden. Metro-Russland-Chef Johannes Tolay begründete die Zahlung damit, dass sich das Unternehmen als Teil der russischen Wirtschaft an strategischen Initiativen des Staates beteiligen wolle.

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