Zentralbank schätzt Umfang der Diebstähle von Bankkonten im Jahr 2025

Zentralbank schätzt Umfang der Diebstähle von Bankkonten im Jahr 2025

Im Jahr 2025 haben russische Banken ihre Kunden vor Diebstählen in Höhe von 13,9 Billionen Rubel (derzeit 153 Milliarden Euro) geschützt und mithilfe von Betrugsbekämpfungssystemen fast doppelt so viele betrügerische Transaktionen verhindert wie im Vorjahr. Dennoch gelang es den Betrügern, 322 Millionen Euro (plus 6,4 Prozent im Jahresvergleich) von Bankkonten zu stehlen, wie aus den auf der Website der Aufsichtsbehörde veröffentlichten Materialien hervorgeht. 

Die Zahl der Finanztransaktionen ohne freiwillige Zustimmung der Kunden stieg im vergangenen Jahr um 31,2 Prozent, präzisierte die Aufsichtsbehörde. 

Gleichzeitig war im vergangenen Jahr ein Rückgang des durchschnittlichen Betrags pro Transaktion ohne Zustimmung des Kunden zu verzeichnen. Dieser Wert lag für natürliche Personen bei 205 Euro und damit unter dem Vorjahreswert (2024: 252 Euro). Für juristische Personen betrug er 4.100 Euro im Jahr 2025 gegenüber 5.150 Euro im Jahr 2024. 

Insgesamt hat die Zentralbank die Sperrung von 69.100 Telefonnummern von Kriminellen sowie von 38.400 betrügerischen Websites und Seiten in sozialen Netzwerken veranlasst. 

Die Zentralbank teilte mit, dass Betrüger im vergangenen Jahr mithilfe von Social-Engineering-Techniken und -Methoden häufig Personen dazu veranlassten, nicht nur selbst eine Transaktion durchzuführen, sondern auch auf einen Phishing-Link zu klicken oder schädliche Software herunterzuladen. Auf diese Weise erhielten die Angreifer Fernzugriff auf das Online-Banking der Betroffenen, so die Aufsichtsbehörde. 

Laut einer Schätzung der Sberbank haben Cyberbetrüger den Russen im Jahr 2025 rund 3,1 Milliarden Euro gestohlen. Die Sberbank erklärte, dass diese Zahlen die Daten der Bank von Russland und des Innenministeriums übersteigen, da die Aufsichtsbehörde bei ihren Berechnungen nur Überweisungen aus Bank-Apps berücksichtigt, während das Innenministerium nur die Angaben der Geschädigten in seine Statistik einbezieht. Die Sberbank berücksichtigt bei ihren Berechnungen insbesondere Vorfälle, bei denen ein Kunde Geld von seinem Konto abhebt und Bargeld an Betrüger weitergibt. Die Statistik umfasst nicht nur Kunden der Sberbank, sondern den gesamten Markt, so die Bank. 

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