Der Januar 2026 markierte einen schwachen Jahresstart: Die Neuwagenverkäufe gingen je nach Zählweise um rund 10 bis11 Prozent gegenüber Januar 2025 zurück (u. a. 91.400 „bis 3 Jahre alte“ Neuwagen insgesamt bzw. 80.600 bis 81.900 Pkw). Während in Russland produzierte Fahrzeuge leicht zulegten (mehr als 54.000, +3 Prozent), brach der Absatz neuer ausländischer Modelle deutlich ein (etwa 37.000, −25 Prozent). Besonders stark rückläufig waren leichte Nutzfahrzeuge (−28 Prozent), Lkw (−39 Prozent) und Busse (−25 Prozent). Entsprechend stieg der Anteil russischer Technik auf rund 60 Prozent (ca. +8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr).
Parallel schwächte sich die Importseite ab: Der Import neuer Autos sank im Januar um 25 Prozent auf 23.900, während Gebrauchtwagenimporte um 23 Prozent auf 23.860 stiegen. China blieb zwar wichtigste Quelle für Neuwagen, verlor aber Anteil (78 Prozent statt ~90 Prozent), dahinter folgten Kirgisistan (13,1 Prozent) und Belarus (2,5 Prozent). Bei Gebrauchten dominierte Japan (52,5 Prozent) vor China (31,6 Prozent) und Südkorea (7,4 Prozent). Im Modellbild tauchten neben chinesischen Marken (z. B. Geely) auch Parallelimporte auf: Der Mazda CX-5 schaffte es trotz Sanktionenumfeld in die Top-10.
Als Gründe nennen Marktteilnehmer vor allem den „Gegenwind“ aus höherer Mehrwertsteuer und Abwrackabgabe, strengeren Autokreditregeln und einem hohen Leitzins – plus Preisanstiegen, Winterwetter und einem Nachfragevorzieheffekt Ende 2025, der den Januar zusätzlich ausdünnte. Der Rückgang passt in das größere Bild: 2025 war der Markt bereits deutlich schwächer (u. a. 1,5 Millionen verkaufte Fahrzeuge; der Markt schrumpfte wertmäßig) – und sogar der Pkw-Bestand in Russland sank 2025 erstmals seit Jahrzehnten leicht (auf 52,8 Millionen), auch weil Fahrzeuge ausgemustert wurden. Für Februar fielen die Erwartungen entsprechend zurückhaltend aus: eher Stagnation auf Januarniveau, höchstens +5 bis +10 Prozent bei positiven Impulsen.

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