Telegram wird im Herbst neue Blockchain-Plattform testen

Telegram wird im Herbst neue Blockchain-Plattform testen

Die Telegram eigene Blockchain-Plattform, für die das Unternehmen von Pawel Durow im Januar 1,7 Milliarden Dollar von Investoren mittels zweier ICO-Crowdfundings einsammeln konnte, wird diesen Herbst im Testmodus starten, berichtete Telegram den Investoren.

Durch die Begeisterung der Investoren, in TON (Telegram Open Network) zu investieren, kündigte Telegram an, ein in den Messenger integriertes Zahlungssystem zu schaffen, das in Konkurrenz zu Visa und Mastercard treten könnte. Das Team von Telegram versprach, das TON werde die Transaktionen schneller abwickeln können als die Bitcoin- und Ethereum-Blockchains. Man hoffe sogar, bei der Geschwindigkeit von Zahlungen mit Visa und Mastercard konkurrieren zu können. Die in den Messenger integrierte Kryptowährung wird Gram heißen. Zugrunde liegt ein fast vollständig dezentraler Datenaustausch.

In dem Schreiben heißt es, dass Telegram die Entwicklung der „kritischsten Komponenten“ abgeschlossen habe, die für den Start einer Testversion erforderlich sind. Der Start sei für „später im Herbst“ vorgesehen.

Die Entwicklung einer eigenen Blockchain-Plattform gab Telegram im Herbst 2017 bekannt. Im Januar kam das Whitepaper (Memorandum) des Projekts ins Netz. Im Mai schrieb Wedomosti, dass Telegram den ersten Dienst (Telegram Passport) der zukünftigen Blockchain-Plattform, getestet habe.

Experten sagen, der Telegramm-Bericht sähe aus, als ob das Unternehmen „sein eigenes Internet schaffen“ wolle.  Die Zeitung Wedomosti konnte das Dokument einsehen. Zusätzlich wurde seine Authentizität von zwei Investoren bestätigt.

Wer genau zu den Investoren des ICO-Crowdfundings (Initial Coin Offering) im Januar gehört ist nicht öffentlich bekannt gegeben. Zu den russischen Investoren sollen Qiwi-Gründer Sergey Solonin (17 Millionen Dollar) und ein ehemaliger Mitinhaber von Wimm-Bill-Dann David Jakobaschwili (10 Millionen Dollar) gehören. Beide wollten mehr investieren, erhielten aber dazu von Pawel Durow keine Erlaubnis. Auch der überwiegend in Kalifornien lebende russische Milliardär Juri Milner soll zu den Geldgebern gehören.

Laut Financial Times investierten drei wichtige Risikokapitalfonds aus dem Silicon Valley 20 Millionen Dollar in Durows kühnes Projekt: Kleiner Perkins Caulfield & Byers, Benchmark Capital und Sequoia Capital.

[hub/russland.NEWS]

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