Roaming im eigenen Netz in Russland ab Sommer 2019 abgeschaffthandy-mobilnik-bild-©-wietek

Roaming im eigenen Netz in Russland ab Sommer 2019 abgeschafft

Die Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, das das Roaming in Mobilfunknetzen des Landes beendet. Das Gesetz wird voraussichtlich im Sommer 2019 in Kraft treten. Initiator des Gesetzes waren die Abgeordneten von Gerechtes Russland, angeführt von Sergei Mironow.

„Wir haben einen ziemlich harten Widerstand der Mobilfunkbetreiber durchgemacht. Sie wollten das Roaming selbst abschaffen. Mehr als ein Jahr wurde darüber debattiert und wir blieben standhaft und wussten, sie werden sich erst bewegen, wenn wir das Gesetz verabschiedet haben“, zitiert TASS die Worte von Mironow.

Wenn das Gesetz in Kraft getreten sein wird, können die Russen jährlich rund 36 Milliarden Rubel sparen.

Das Dokument stellt fest, dass jeder russische Mobilfunkbetreiber „in seinem Netz für jeden Abonnenten die gleichen Bedingungen für die Bereitstellung von Verbindungen schafft, unabhängig davon, ob dieser in seiner eigenen Region ist oder in einer anderen.“

Bisher gilt, dass die Tarife (z.B. beeline) nur in der Region, in der er den Vertrag abgeschlossen hat (z.B. Moskau) gültig sind. Reist der Betreffende in eine andere Region (Petersburg, Sibirien usw.) gelten die Tarife nicht, es fallen Roaming-Gebühren an.

Vor kurzem hat die Anti-Monopol-Behörde gegen die Unternehmen VimpelCom (beeline), MTS und Megafon eine Geldbuße wegen Intranet-Roamings verhängt.

Nach Angaben der FAS waren die Kosten für Verbindungen unverhältnismäßig hoch, wenn Russen im Land reisen. Daher darf es keine Gebühr geben, wenn Abonnenten außerhalb ihrer eigenen Region telefonieren.

[hmw/russland.NEWS]

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