Google will russische Frauen ins Geschäft bringen

Google will russische Frauen ins Geschäft bringen

Mit einer kostenlosen Online-Akademie starten Google und OPORA Rossiiein Projekt für Jung-Unternehmerinnen in Russland. In einer Reihe von Web-Seminaren informiert das Unternehmen, wie frau ein Geschäft neu aufbauen kann. Wer praktische Fragen stellt bekommt Antworten und Ratschläge – in Echtzeit von den Referenten der Google Women Digital Academy.

Angesprochen sind junge ambitionierte und willensstarke Frauen, die gerade davon träumen, neue attraktive Produkte im eigenen Geschäft zu verkaufen oder innovative Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, so Projektmanagerin Ekaterina Parashina.  „Die digitale Wirtschaft eröffnet neue Möglichkeiten. Vor allem für Frauen“, die bereits ein eigenes Unternehmen haben oder auch nur planen, ein Geschäft zu eröffnen. Von der Ideenfindung über die ersten Schritte bei der Eröffnung bis hin zur Zielgruppenanalyse und Erstellung eines Marketingplans lernen die Teilnehmerinnen in Online-Webinaren mit Business-Experten, erfolgreichen russischen Unternehmerinnen und Google-Spezialisten. Hauptsache sei „weniger Theorie und mehr praktische Ratschläge!“

Mit der Google Women Digital Academy in Russland verstärkt sich der Trend zur Online-Bildung. Mehr und mehr Segmente der Ausbildung werden ins Netz wandern, wodurch Menschen Zugang zu Informationen erhalten, die sonst nicht die Möglichkeit haben, eine teure Ausbildung zu erhalten. Damit „dreht sich soziale Fahrstuhl schneller“, hofft Ekaterina Makarowa, Mitbegründerin von BelkaCar.

Anna Tsfasman, Gründerin und CEO der internationalen Kaffeekette DoubleBi frohlockt, die Entwicklung der Online-Bildung sei ein „wunderbarer Trend, da mit ihm immer unwichtiger wird, wo der Lehrer oder Experte unterrichtet“.

Elena Shifrina, Gründerin von BioFoodLab und Erfinderin der Marke Bite sieht den kleinen Unterschied darin, dass „der Mann im Geschäft ein Liebhaber des Risikos ist. Die Frau ist weitsichtiger, führt Geschäfte fortwährend, versucht, kleine Schritte zu gehen und damit alle Risiken in Betracht zu ziehen. Die Mitbegründerin von BelkaCar, Ekaterina Makarowa, formuliert es so: „Frauen bauen mehr horizontale Strukturen im Management.“

Alina Kriukowa, Mitbegründerin und -inhaberin des Projekts Cinema erinnert an feminine Elemente im Geschäftsleben. „Eine unternehmerische Frau zu sein bedeutet, den Raum um sich herum zu verändern und zu verbessern und somit die weibliche Grundfunktion zu verwirklichen.“ Xenia Tumanowa, Mitinhaberin der Friseur-Kette Birdie, „mag Projekte, die sich von der Masse mit dem prinzipientreuen Ansatz abheben „Ich mache es, weil es für mich interessant ist“. Sie verkaufe von Coffee-Shops bis hin zu Flugtickets alles, was mich reizt. Ob ich „die Prinzipien von Marken teile oder nicht, das ist für mich nicht wichtig.“

Abschließend ein Argument der typisch selbstbewussten russischen Frau, das jüngst im Zusammenhang mit der geringen Resonanz der #MeToo Debatte in Russland mehrfach zu lesen war. Im Allgemeinen glaube ich [Elena Shifrina], dass russische Frauen stärker sind, weil sie schon in der Sowjetunion „auf Augenhöhe mit Männern arbeiteten“.

Das erste Seminar der Women Digital Academy beginnt am 6. Juni. Sie können sich hier kostenlos anmelden. http://womanopora.ru/zayavka-women-digital-academy.html

Wer den YouTube-Kanal des Projekts abonniert, verpasst die Webinare nicht und kann den Aktualisierungen folgen. Ein detaillierter Zeitplan ist auf dieser Website verfügbar. Hier eine Liste der in den Augen der Macherinnen interessantesten Projekte russischer Unternehmerinnen.

[hub/russland.NEWS]

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