Digitale Technologien in Russland noch StiefkinderIT bild © russland.NEWS

Digitale Technologien in Russland noch Stiefkinder

In Bezug auf die Digitalisierung des Geschäfts lag Russland auf Platz 31 von 33 und rangierte hinter anderen ost- und mitteleuropäischen Ländern. Dies geht aus der Überprüfung des Zentrums für statistische Studien und Wissensökonomie (ISSER) der HSE hervor. Das russische Geschäft liegt deutlich hinter allen von Experten untersuchten Kriterien: Nur 82% der Unternehmen nutzen das Breitband-Internet, während andere digitale Technologien weniger als ein Viertel aller Unternehmen nutzen.

In dem vom HSE-Institut für Sozialforschung und Wissensökonomie erstellten Ranking für Unternehmensdigitalisierung liegt Russland auf Platz 31. Der Index, der die Geschwindigkeit der Anpassung der Unternehmen an die digitale Transformation charakterisiert, wurde in Europa, Russland, Südkorea, der Türkei und Japan berechnet. Die Autoren identifizierten die folgenden Kriterien: Nutzung des Breitband-Internets durch das Unternehmen, Cloud-Services, RFID-Technologien, ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning, Systeme für die Verwaltung digitaler Unternehmensressourcen) und Beteiligung am elektronischen Geschäftsverkehr.

An der Spitze der Bewertung stand Finnland (50 Punkte), zu den ersten fünf zählten auch Belgien, Dänemark, Südkorea und die Niederlande. Russland (28 Punkte) steht in der gleichen Reihe wie Bulgarien, Ungarn, Polen und Rumänien.

Experten zufolge nutzen 82% der russischen Organisationen Breitband-Internetzugang, so viel wie in Rumänien – dies ist der niedrigste Wert unter allen Ländern.

Gleichzeitig haben Dänemark, Litauen, die Niederlande und Finnland den Breitbandzugang zu Organisationen zu 100% erreicht. Das russische Geschäft weist bei anderen Kriterien niedrige Indikatoren auf. Insbesondere nutzen ERP-Systeme nur 19% der Unternehmen (der Marktführer ist Belgien, wo diese Technologie in 54% der Unternehmen implementiert wird), der elektronische Umsatz 12% (in Irland 30%), die Cloud-Dienste 23% (in Finnland 66%), RFID-Technologie – nur 6% (in Südkorea – 42%).

Die Ergebnisse des ISSEZ-HSE-Ratings stimmen mit den Daten des Global Network Readiness Index des World Economic Forum überein: In beiden Ratings nehmen die skandinavischen Länder und die Republik Korea hohe Positionen ein, und Russland liegt bei anderen Ländern der osteuropäischen Region. Die Autoren des WEF-Ratings stellten fest, dass in vielen Ländern das Risiko besteht, dass Unternehmen und Regierungen die Chancen verpassen, die sich durch die Digitalisierung der Wirtschaft ergeben.

[hmw/russland.NEWS]

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