Arbeitsministerium will Existenzminimum aufgrund steigender Lebensmittelpreise erhöhen

Arbeitsministerium will Existenzminimum aufgrund steigender Lebensmittelpreise erhöhen

Das russische Arbeitsministerium hat vorgeschlagen, das Existenzminimum für das zweite Quartal 2018 pro Kopf um 4 Prozent auf 10.444 Rubel zu erhöhen, da die Preise für Konsumgüterprodukte um 3,8 Prozent angestiegen sind. Der Entwurf des Antrags aus dem Arbeitsministerium wurde auf dem Portal für normativen Rechtsakten veröffentlicht.

„Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 erhöhte sich im zweiten Quartal 2018 der Pro-Kopf-Betrag zur Abdeckung des Existenzminimums für die arbeitsfähige Bevölkerung um 4 Prozent, für Rentner um 3,8 Prozent und für Kinder um 4,3 Prozent“, steht in einer Erläuterung zu dem Dokument.

Deswegen schlägt das Arbeitsministerium vor, das Existenzminimum für die arbeitsfähige Bevölkerung auf 11.280 Rubel, für Rentner auf 8.583 Rubel, und für Kinder auf 10.390 Rubel festzulegen.

Vor allem sind Kartoffeln, Gemüse und Obst im zweiten Quartal teurer geworden und machen inzwischen mehr als 30 Prozent der Kosten Lebensmittel aus. Die Preise für Kartoffeln stiegen um durchschnittlich 20,7 Prozent, für Kohl um 54,5 Prozent, für Karotten um 41,2 Prozent, für Zwiebeln um 13,7 Prozent, für Zucker um 9,7 Prozent und für Hirse um 8 Prozent. Die Preise für Fleisch und Milchprodukte haben sich fast nicht verändert, heißt es in dem Dokument.

Bei Berechnungen zur Zusammensetzung des Existenzminimums kam heraus, dass die Kosten für Non-Food-Güter und Dienstleistungen um 4,3 Prozent stiegen.

Nach Rosstat lebten im Jahr 2017 19,3 Millionen Russen oder 13,2 Prozent der Bevölkerung mit einem Einkommen unter dem Existenzminimum.

[hub/russland.NEWS]

 

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